Aufruf zu weltweiten Massenaktionen: Stopp Rassismus und Faschismus!

Aufruf zu weltweiten Massenaktionen: Stopp Rassismus und Faschismus!

Erklärung von World Against Racism and Fascism zu gemeinsamen Protesten, 14.-28. März 2026

World Against Racism and Fascism (WARAF) warnt seit vielen Jahren vor den Gefahren der extremen Rechten und des Faschismus. Das Ausmaß der Bedrohung, mit der wir derzeit konfrontiert sind, ist beispiellos.

Dies ist weltweit offensichtlich. In vielen Ländern auf fast allen Kontinenten sind extrem rechte und faschistische Parteien an der Macht oder stehen kurz davor.

Damit einher geht eine zunehmende und gewalttätige Präsenz extrem rechter Bewegungen auf den Straßen sowie eine Verschärfung des bereits bestehenden staatlichen Rassismus.

Rassismus ist das zentrale Thema, das genutzt wird, um das Wachstum extrem rechter Bewegungen anzukurbeln. Geflüchtete und Migrant*innen werden zu Sündenböcken gemacht, entmenschlicht und angegriffen: Das Mittelmeer und alle Grenzen Europas sind zu einem Massengrab geworden. Islamfeindlichkeit, Antisemitismus, Rassismus gegen Menschen aus Südostasien, Anti-Schwarzer Rassismus, Antiziganismus sowie alle anderen Formen von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nehmen international zu.

Extrem rechte Bewegungen und faschistische Persönlichkeiten manipulieren opportunistisch die Gewalt gegen Frauen, um rassistische Ängste zu schüren. Sie schüren Hass gegen LGBT+-Personen und insbesondere Transgender-Personen. Zu diesen Bewegungen gehören auch Leugner der Klimakrise.

Die Polarisierung, die zu dem schrecklichen Aufstieg der extremen Rechten geführt hat, hat auch eine andere Seite. Sie hat auch einen Massenwiderstand inspiriert, der das Potenzial hat, sich zu vereinen und zu mobilisieren, um die Rechten zu stoppen.

Diejenigen von uns, die sich gegen Faschismus und Rassismus stellen, sind in der Mehrheit.

Dies wurde wiederholt durch große Proteste deutlich, wie beispielsweise durch die von Stand Up To Racism in Großbritannien organisierten Demonstrationen, durch die 250.000 Menschen, die im März letzten Jahres in Frankreich auf Aufruf von Marche des Solidarités gegen Rassismus und die faschistische Partei von Le Pen protestierten, durch die unglaublichen 7 Millionen Menschen in den USA, die sich den „No Kings”-Demonstrationen gegen Donald Trump angeschlossen haben; und zuletzt in Deutschland, wo Zehntausende Menschen protestierten und 15.000 an Massenblockaden der Gründungskonferenz der neuesten, von der Hitlerjugend inspirierten Bewegung der AfD teilnahmen.

Es ist jetzt wichtiger denn je, dass wir gemeinsam und umfassend handeln, um das Wachstum rassistischer und extrem rechter Kräfte zu stoppen.

Wir fordern Bewegungen und Menschen weltweit auf, sich gegen Rassismus und die extreme Rechte in ihren Ländern, Städten, Nachbarschaften und an ihren Arbeitsplätzen zu organisieren.

Wir rufen auf zu gemeinsamen Protesten und Massenaktionen rund um den nächsten Internationalen Tag der Vereinten Nationen gegen Rassismus vom 14. bis 28. März 2026 auf.

Von London bis Johannesburg, von Los Angeles bis Tokio sind wir die Mehrheit. Wenn wir uns organisieren, können wir gewinnen.